10. Spieltag - Unglücklich, aber auch nicht un- verdient verloren
SV Eintracht Wickerstedt - Schöndorfer SV 1 : 2 (1 : 1)
Es kam wie es kommen musste. Mir war klar, dass so ein Spiel einfach mal kommen wird: individueller Fehler einer der zuverlässigsten, ein verschossener Elfer und ein reguläres Tor, das nicht gegeben wurde. Aber der Reihe nach.
Das Spiel begann für uns durchaus positiv. In der 6.Minute war es Stefan Kretzer, der eine Freistossablage von Philipp Gutt zur Führung verwandelte. Jedoch brachte dieses Tor keinerlei Sicherheit. Vier Minuten später schon der Ausgleich durch einen 50Meter-Freistoss, bei dem sich Philipp Ruhlig verschätzte. Kann passieren, aber man merkte dass die Verunsicherung größer wurde. Wir kamen einfach nicht ins Spiel, unser Aufbauspiel bestand meist aus langen Bällen, die für Wickerstedt alles andere als schwer zu entschärfen waren, da sie in ihren Reihen mehrere Spieler haben, die ungefähr 3 Meter groß sind. Aber das wurde auch vorher besprochen und man kann der Mannschaft auch keinen Vorwurf machen, dass sie nicht wollten bzw. dass sie die Vorgaben nicht umsetzten konnten, aber es klappte einfach nicht so wie es sollte. Mitte der ersten Hälfte sorgte Stefan Kretzer mit einem Direktschuss aus 30Metern nochmal für Gefahr, aber dieser Ball war zu unplatziert.
Nach dem Wechsel dauerte es nicht lange bis zur Wickerstedter Führung. Kretzer verliert den Ball Höhe der Mittellinie, Hage verliert den Zweikampf, im Strafraum ein Missverständnis zwischen Jäckel und Ernst und so konnte der Stürmer der Hausherren die Hereingabe mühelos verwerten. Nach diesem Rückstand tat Wickerstedt wenig bis gar nichts mehr für die Offensive und beschränkte sich aufs Kontern und Verteidigen, mit Erfolg und Hilfe eines zwölften Mannes. Innerhalb von 5 Minuten übersah Schiedsrichter Kofahl erst ein klares Handspiel der Hausherren im Strafraum und kurze Zeit später pfiff er ein Foul Höhe Elfmeterpunkt und gab Freistoß außerhalb des Strafraums. Ich denke, das muss man nicht extra kommentieren. In der 63. Minute gab es dann den Elfer. Stefan Brzezinski wurde bei der Ballannahme einfach von hinten umgerannt. Philipp Gutt wollte es zu genau machen und schoss ans Lattenkreuz, es passte zum bisherigen Spiel. Der größte Aufreger aber dann in der Nachspielzeit. Ein langer Einwurf von Robert Heller landet auf dem Kopf von Stefan Brzezinski und von da ins Tor. Doch plötzlich wollte Schiedsrichter Kofahl ein Foul gesehen haben. Es ist mir erstens unbegreiflich, wie man in einer Traube von 8-.10 Spielern überhaupt hätte was zuordnen können und zudem war es nie und nimmer etwas. Wenn man das, was da gewesen war als Foul wertet, sollte man als Stürmer in Zukunft besser nicht mehr in den gegnerischen Strafraum gehen - es könnte abgepfiffen werden!
Trotz dieser mehr als unglücklichen Entscheidungen des Schiedsrichters haben wir diese Niederlage selbst zu verantworten, vielleicht hat der eine oder andere ein wenig zu viel und zu lange auf dem Weimarer Zwiebelmarkt Zeit verbracht. Aber dies spielt am Ende auch keine Rolle, solche Spiele wird man im laufe einer Saison immer wieder haben. Wenn jeder aus seinen Fehlern lernt, dann war es wenigstens nicht umsonst!
Aufstellung:
Ruhlig – Jäckel (65.Heller), Ernst, Nast, Hage – Kretzer, Gutt – David (75.Horbank), Walter(83.Stuhlberg) – Brzezinski, Koch
Tore: 0:1 Kretzer (6.), 1:1 Schmidt (10.), 2:1 Hackbarth (49.)
M. Haubold, 12.10.10