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Neue Abteilung für den Schöndorfer SV 

 

Geburt der Schöndorfer Dartfüchse

 

Wenn man den Schöndorfer Sportplatz von der Edith-Stein-Straße aus erreicht, erblickt man rechts im südlichen Teil des Sportlerheims mittlerweile vier mit LED beleuchtete Scheiben. Zweimal in der Woche sind dort Menschen zu sehen, die mit Pfeilen das versuchen nachzuahmen, was man zuletzt bei der Weltmeisterschaft in London sah. „Die ein oder andere 180 ist schon dabei, aber wir sind Amateursportler und von Leuten wie Michael Smith natürlich weit entfernt“, sagt Benjamin Haubold.

Der Name Haubold ist beim Schöndorfer SV seit vielen Jahren eine bekannte Größe. Markus Haubold ist Trainer der Kreisoberliga-Fußballer, sein jüngerer Bruder Alexander als Kapitän auf dem Feld. Benjamin, der Cousin der beiden, hat dem Schöndorfer SV nun eine weitere Sportart beschert. Sie selbst nennen sich die „Dartfüchse“, was nicht von ungefähr kommt. Schließlich findet sich das Tier bereits im Namen der Fußballer, die sich als „Waldfüchse“ bezeichnen.

Doch wie kam es überhaupt zur Geburt der neuen Abteilung, die seit November besteht? „Marius Dauke und ich spielen noch nicht allzu lang selbst Darts, hatten uns 2021 eine Scheibe für daheim geholt und im vergangenen Sommer dann die Idee, auf den Verein zuzugehen. Wir hatten schnell eine positive Rückmeldung und der Vorstand hat uns großzügig mit Equipment und den nötigen finanziellen Mitteln unterstützt“, sagt Benjamin Haubold.

„Seit ich sieben Jahre alt bin, bin ich als Fußballer im Verein und kenne den Raum noch, wie er für Geburtstage oder andere Festlichkeiten genutzt wurde. Das passiert jetzt nur noch in Ausnahmefällen und auch nur für Vereinsmitglieder. So haben wir eine schöne Heimspielstätte, in der wir trainieren können“, sagt Marius Dauke, der sich unter anderem um den Auftritt in den sozialen Medien kümmert.

Trainieren, dies ist erst einmal auch die Hauptbeschäftigung. „Wir sind jetzt etwa zehn Leute, die sich regelmäßig zweimal in der Woche treffen. Wir nehmen gern noch Neuzugänge auf. Alter, Geschlecht, das spielt alles keine Rolle. Und wenn wir dann gewachsen sind und unsere Trainingszeiten endgültig festgelegt haben, dann kann man vielleicht im kommenden Jahr über den Spielbetrieb nachdenken“, sagt Haubold und gibt einen vorsichtigen Ausblick auf das Jahr 2023. Den ein oder anderen freundschaftlichen Vergleich mit dem SC 03 Weimar, der ebenfalls seit ein paar Jahren eine Dartsabteilung besitzt und mit zwei Teams in verschiedenen Ligen spielt, hat es bereits gegeben und wird vermutlich auch in Zukunft geplant. „Im Darts gibt es da keinen Konkurrenzgedanken oder dergleichen. Wir verstehen uns untereinander gut und haben ab und zu Kontakt“, sagt Benjamin Haubold.

 

Und bei der WM, hat da der Richtige gewonnen? „Michael Smith hat es auf jeden Fall verdient. Ich bin zwar Fan von Gary Anderson, aber der hat schon seit einer Weile einen Leistungsabfall. Aber Smith war jetzt zum dritten Mal im Finale, da gönnt man es ihm natürlich. Zudem wird man sehen, ob der Halbfinal-Einzug von Gabriel Clemens dem deutschen Darts noch einmal einen Schub verleiht“, sagt Haubold, der kürzlich ein paar Werbe-Flyer für die Abteilung verteilte.

 

TA-Artikel am 7. Januar 2023 von Christian Albrecht.


Neuer Partner für den Schöndorfer Sportverein 

 

Mit dem CUBE Store Weimar wollen wir Euch unseren neuen Partner vorstellen. Wir sind froh mit dem CUBE Store Weimar einen regionalen Partner gefunden zu haben und freuen uns auf die Zusammenarbeit. Seit Oktober 2021 befindet sich der CUBE Store im alten Kino in Weimar und räumte beim"Stores of the Year 2022" direkt den 2. Platz ab.

 

Die Partnerschaft umfasst sowohl Bandenwerbung, als auch Fahrradständer für unseren Waldsportplatz. Vereinsmitglieder erhalten neben einer tollen Beratung auch einen Rabatt im Store. 

 

Dabei habt ihr eine riesige Auswahl an vielfältigen Bikes des Deutschen Marktführers CUBE Bikes, hochwertige Zubehör-Produkte und eine Vielzahl an Serviceangeboten wie Ergo-Anpassung, Bike Leasing u.v.m. Das Werkstatt-Team kümmert sich um dich technische Belange von Fahrrädern aller Marken. 

 

Wir freuen uns und sagen Danke! 


Erstes Schöndorfer Bambini - Turnier für die jüngsten Füchse

 

Am gestrigen Weltkindertag fand bei bestem Herbstwetter ein Bambini (Jahrgang 2016/17, sowie Mädchen aus dem Jahrgang 2015) Turnier auf unserem Waldsportplatz statt. 

 

Gespielt wurde nach den neuen Regeln im Kinderfußball des Deutschen Fußballbundes. Auf sechs Felder ging es im drei gegen drei (+ zwei Rotationsspieler) auf vier Tore in das Kräftemessen. Nach einem gewonnen Spiel rückte die Mannschaft ein Feld auf, nach einem verlorenen Spiel ein Feld runter. So standen sich am Ende auf Feld 1 die zwei leistungsstärksten Mannschaften gegenüber. Der Spaß stand natürlich im Vordergrund, so dass Ergebnisse nicht notiert wurden. Die beiden Schöndorfer Mannschaften spielten zum Schluss auf Feld 1 (Beginn Feld 3) und Feld 2 (Beginn Feld 6), was eine sehr beachtliche Leistung ist. 

 

Fernab von allen diskutierten Vor- und Nachteilen der neuen Spielform, möchten wir eines festhalten, am Ende des Turniers konnten wir in zahlreiche glückliche Kindergesichter blicken. Was auch das Ziel eines Turniers für Bambinis sein sollte. 

 

Zum Schluss möchten wir uns nochmal bei allen Mannschaften, Übungsleitern sowie angereisten Unterstützern bedanken. Es war ein toller Turniervormittag. Ein großer Dank gilt auch dem MDR Thüringen, welcher dieses Turnier in Bild und Ton festhielt, wodurch viele Kinder ihre Leistung am Abend im Thüringen Journal nochmal bestaunen konnten. 

 

Für unseren SSV spielten: Lucas Fuhrmann (Jahrgang 2016), Thore Motzigkeit (Jahrgang 2017) und Jonas Haubold (Jahrgang 2017) sowie Fritz Zwinkmann (Jahrgang 2017), Luca Gerlach (Jahrgang 2016), Emil Fröhlich (Jahrgang 2016) und Maria Knull (Jahrgang 2015).

 

Unter folgenden Link, findet ihr den Bericht vom MDR:

 

https://www.ardmediathek.de/video/mdr-thueringen-journal/neue-dfb-regeln-im-kinderfussball/mdr-thueringen/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy8yZmM2NzkzOS03OGNhLTQ1ZGEtYjY2YS1hYzVmNDNhMjYwZmU 


Foto: Melanie Kahl
Foto: Melanie Kahl

Holger Enders wird im Zuge der Veranstaltung "Dankeschön Ehrenamt" vom Landessportbund Thüringen in der Kategorie Organisator ausgezeichnet. 

 

"Dankeschön Ehrenamt" - LSB und Sportministerium würdigen das Ehrenamt im Sport

 

Der LSB Thüringen und das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport würdigten gemeinsam am 10. Juni im Augustinerkloster Erfurt das Ehrenamt und zeichneten stellvertretend für das Wirken von rund 60.000 ehrenamtlich Engagierten im Thüringer Sport 20 Persönlichkeiten und sieben Vereine aus.

 

Die Würdigung ist zum einen ein Zeichen der Anerkennung und des Dankes, zum anderen ein öffentliches Statement um auf den hohen Stellenwert des freiwilligen Engagements im Sport zu verweisen. Zwei Jahre Pandemie haben auch im Bereich der Übungsleiter*innen, Kampf- und Schiedrichter*innen, der Vorstandsmitglieder in den verschiedensten Funktionen sowie bei den ehrenamtlichen Helfer*innen deutliche Spuren hinterlassen. Um die Gesellschaft aller Altersbereiche wieder zu mehr Bewegung zu aktivieren und um den Thüringer Sportvereinen wieder zu mehr Mitgliedern zu verhelfen, bedarf es jedoch einer Stärkung des ehrenamtlichen Engagements. Schon zuvor nahm die Bereitschaft zur Übernahme eines freiwilligen Engagements ab. Die Auswahl der Ehrungen erfolgte auf Grundlage von Vorschlägen der Kreis- und Stadtsportbünde sowie Sportfachverbände.

 

LSB-Präsident Prof. Dr. Stefan Hügel überreichte die Auszeichnungen gemeinsam mit dem Sportminister Helmut Holter. Der Minister verlieh zudem  die Sportplakette des Freistaats Thüringen als höchste Auszeichnung auf dem Gebiet des Sports an fünf langjährige ehrenamtliche Trainer*innen sowie weitere Vereins- und Verbandsmitglieder, die sich um die Entwicklung des Thüringer Sports verdient gemacht haben. Sieben Traditionsvereine erhielten die Sportplakette des Bundespräsidenten als Würdigung ihres Vereinsjubiläums.

 

Die Veranstaltung „Dankeschön Ehrenamt“ findet traditionell jährlich Anfang Dezember statt, um den offiziellen Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember zu nutzen. Aufgrund der Corona-Beschränkungen konnte die Würdigung 2020 sowie 2021 nicht stattfinden und wurde nun nachgeholt. Durch das Programm führte MDR-Moderator Christian Müller.

  


Liebe Vereinsmitglieder, Freunde und Sponsoren des Schöndorfer Sportvereins,
 
wir wünschen euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest, besinnliche Feiertage und eine entspannte Zeit im Kreise der Lieben.
 
Atmet durch, kommt zur Ruhe und nehmt euch die Zeit für das Wesentliche - die Familie, gute Freunde, sich selbst.
 
Beste Grüße
der Vorstand

Versteckte Berühmtheit

Thüringerin ist mit 19 Jahren Vize-Weltmeisterin im Kegeln

Autorenbild Grit Hasselmann

Eine Kugel, neun Kegel: Überall im Land treffen sich Abend für Abend Frauen, Männer und Kinder, um in geselliger Runde eine ruhige Kugel zu schieben. Selina Fuhrmann aus Weimar tut das Gegenteil: Sie betreibt Kegeln als Leistungssport. In diesem Jahr ist sie mit der Deutschen Nationalmannschaft U23-Vize-Weltmeisterin geworden. Für die 19-Jährige bedeutet das jede Menge Training, aber auch richtig viel Spaß.

Selina Fuhrmann beim Kegeln im Schöndorfer Sportverein 1949 Weimar.
Mit Interviews hat Selina Fuhrmann noch keine Erfahrung. Spaß hatte sie aber dabei. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

Bis in die 1990er-Jahre war Kegeln in Ost- und Westdeutschland nicht nur ein Freizeitvergnügen, sondern Leistungssport. Heute fehlt es vielen Vereinen an Nachwuchs. Im Schöndorfer Sportverein 1949 Weimar ist das anders. Denn hier trainiert eine Vize-Weltmeisterin - Selina Fuhrmann. 19 Jahre ist sie alt und kegelt hier schon seit der Grundschule. Bei einer Schnupperstunde hat sie die Faszination für den Sport gepackt und seitdem nicht mehr losgelassen.

 

Medaillen, Urkunden, Titel sammeln sich

Schon 2013, da war sie gerade elf Jahre alt, startete sie bei ihrem ersten Wettkampf, der Kreis-Einzelmeisterschaft. "Das war schon aufregend", erinnert sich Selina Fuhrmann. Mit 14 startete sie schon zum Weltpokal U14 und belegte mit ihrem Partner den zweiten Platz. Dann ging es Schlag auf Schlag: Kreismeisterin, Landesmeisterin, Deutsche Vize-Meisterin, Deutsche Meisterin und Vize-Weltmeisterin.

Selina Fuhrmann beim Kegeln im Schöndorfer Sportverein 1949 Weimar.
Das sind die WM-Medaillen. Wenn es nach Profi-Keglerin Selina geht, kommen bald noch welche dazu. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

Das Kegel-Training ist anstrengend

Hart erarbeitet sind diese Erfolge. Zweimal in der Woche trainiert sie auf der Bahn, dazwischen geht sie laufen und Seilspringen, es gibt Ausdauertraining, Kraft und Koordination müssen geschult werden. Und auch wenn Selina Mitglied der Nationalmannschaft ist, passiert das alles zu Hause. Sie muss sich selbst motivieren, selbst anspornen, auf ihre Fortschritte achten. Vor der Weltmeisterschaft dann gibt es auch Wochenlehrgänge für die ganze Mannschaft und am Ende die sogenannte "Ultimative Wettkampf-Vorbereitung", ein intensives Training auf den letzten Metern.

Keine Star-Allüren, dafür viel Disziplin

Ziemlich leise ist ihre Stimme, als Selina von ihren sportlichen Erfolgen erzählt. Überhaupt ist sie eher zurückhaltend. Von ihren Titeln wussten eigentlich nur ihre Freunde und Klassenkameraden. Die haben sich dafür sehr mit ihr gefreut. Und ihr geholfen, den versäumten Stoff nachzuholen. Auch die Schule hat sie immer unterstützt. Wenn ihre Freunde zum Bowling gehen, ist Selina auch dabei. Und gewinnt keineswegs: "Das kann ich überhaupt nicht, ich bin richtig schlecht im Bowling. Keine Ahnung, warum", sagt sie lachend.

Ihre Familie hat Selina immer unterstützt. Auch wenn ihre Mutter nicht erwartet hatte, dass sie mal eine Vize-Weltmeisterin zu Hause hat, als sie ihr Kind damals zur Kegel-AG anmeldete.

Insgesamt hat sie vier Töchter und trotzdem findet sie die Zeit, bei den Kegel-Wettkämpfen dabei zu sein. "Ich erinnere mich noch an die Weltmeisterschaft 2017, da hatte ich schon beim Einlaufen der Sportler Gänsehaut", erzählt sie. Und sie musste Selina nie zum Training drängen oder motivieren. "Von Anfang an war sie da sehr diszipliniert." Und im Lauf der Jahre sei ihre Tochter auch viel offener geworden durch den Sport.

"Wenn man das wirklich will und richtig hart trainiert, kann das jeder schaffen."

Selina Fuhrmann, Vize-Weltmeisterin im Kegeln

Siege beginnen im Kopf

Dass man besondere Talente braucht fürs Kegeln, glaubt Selina nicht. Man muss es einfach lieben, sagt sie. "Wenn man das wirklich will und richtig hart trainiert, kann das jeder schaffen", ist sie sicher. Technik spielt auch eine Rolle und vor allem die Konzentration, denn an der Spitze werden die meisten Spiele im Kopf entschieden.

"Wenn ich beim Wettkampf bin, blende ich alles um mich herum aus. Ich höre dann gar nichts mehr. Dann konzentriere ich mich nur noch auf mich und meine Bahn."

Selina Fuhrmann

Diese Konzentrationsfähigkeit kommt Selina auch im Alltag zugute. Deshalb macht sie sich auch keine Sorgen um ihre Prüfungen, die demnächst anstehen. Im Februar schließt sie ihre Ausbildung ab. Ob zur Abschlussparty dann gekegelt wird, ist allerdings noch nicht entschieden.

 

Kegeln bei Todesstrafe verboten

Das Kegeln als Zeitvertreib findet seinen Ursprung in Ägypten, wo man bereits in einem Grab von 3500 vor Christus Teile eines Spiels entdeckte. In Europa entwickelten sich die Vorläufer des heutigen Kegelns erst im 12. Jahrhundert. Man spielte es als Glücks- oder Wettspiel und setzte hohe Beträge ein, was für manchen Kegler den Ruin bedeutete.

Selina Fuhrmann beim Kegeln im Schöndorfer Sportverein 1949 Weimar.
Auf der Kegelbahn in Schöndirf gibt es eine kleine "Museums-Ecke" für den Kegelsport. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

Es blieb nicht aus, dass es hierbei zu Gewalttätigkeiten und Betrug kam, sodass dessen Ausübung unter Androhung von Gefängnis und Geldstrafen 1335 in Deutschland verboten wurde. England zog nach und König Eduard III. verbot das Kegeln sogar bei Todesstrafe. In Frankreich wurde es 1454 verboten.

 

Wie der Kegelsport in geregelte Bahnen gelenkt wurde

Im Jahr 1468 wurde in Deutschland das Kegelverbot wieder aufgehoben. Allerdings zunächst nur für Kirchweihen. Aber bald gibt es kaum ein Volksfest ohne Kegelbahn. Selbst Schiller und Goethe zielten auf die Neune. Jahrhundertelang wurde im Freien gespielt, seit dem 19. Jahrhundert zunehmend in Gaststätten.

Noch 15 Jahre vor dem Deutschen Fußball Bund gründete sich 1885 in Dresden der Zentralverband deutscher Kegelklubs, der bis heute als Deutscher Kegler- und Bowlingbund (DKB) besteht. Zahlreiche Vereine und regionale Zusammenschlüsse gründeten sich, Landesverbände entstanden, ein Spielbetrieb mit verschiedenen Ligen begann. 1922 fanden die ersten deutschen Mannschaftsmeisterschaften statt.

 

"Gut Holz! Gut Holz! Gut Holz!“

 

Mitte der 1950er-Jahre wurden in der Bundesrepublik die Bahnen automatisiert. Bis dahin hatten Kegeljungen immer wieder alle Neune aufgesetzt. Diese Arbeit übernahmen jetzt Stellmaschinen. Noch 1882 hatte die Berliner Zeitung ihre Leserinnen gewarnt: "Kegeln ist schädlich für das Weib!" Erst 1926 nahm der Deutsche Keglerbund die erste Frau in seine Reihen auf.

Selina Fuhrmann beim Kegeln im Schöndorfer Sportverein 1949 Weimar.
Kegeln ist immer noch ein echter Voklssport. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

Der erste Weltmeister kam aus der DDR

Die erste Kegel-WM gab es in Essen 1955. Weltmeister wurde damals Eberhard Luther, sowohl im Einzel, als auch mit der DDR-Mannschaft. Als die DDR-Führung Anfang der 70er-Jahre die Sportförderung änderte und fast nur noch medaillenträchtige olympische Sportarten unterstützte, ging es mit dem Kegelsport bergab. 20 Jahre später brachte die Wende ein großes Sterben von Clubs und Kegelsportstätten mit sich.

 

Mitgliederzahlen erholen sich

Inzwischen erholen sich die Mitgliederzahlen wieder. Laut Bestandserhebung des Deutschen Olympischen Sportbunds gibt es in Deutschland 1.490 Kegel-Vereine mit insgesamt 68.710 Mitgliedern. Der Deutsche Kegelbund schätzt, dass etwa 21 Millionen Menschen hierzulande hin und wieder zu ihrem Vergnügen kegeln. Der Durchschnittskegler ist männlich und weit über 50. Als Jugendspieler zählen 30-Jährige, nur zehn Prozent sind jünger als 18. Bundesligaspiele finden vor 50 Zuschauern statt. Dass Deutschland im Kegeln zur Weltelite gehört, wissen nur Eingeweihte.

In Thüringen liegt Kegeln in Bezug auf die Mitgliederzahlen mit 11.233 Sportlerinnen und Sportlern übrigens auf Platz acht. Fußball und Turnen führen die Tabelle an (Quelle: Landessportbund Thüringen e.V.).

Im Jahr 2027 wird es eine Kegel-WM in Thüringen geben. Zum ersten Mal. Und wer weiß, vielleicht ist Selina Fuhrmann dann ja auch dabei. Auf jeden Fall steht ein WM-Titel bei den Frauen auf ihrer persönlichen Wunschliste.




Silbermedaille für Selina Fuhrmann


Vereinsheim Maxhütte

Nun ist es endlich soweit - seit September ist unsere "Maxhütte" für Euch geöffnet.

 

Ihr könnt Euch bei uns sportlich betätigen: Billard, Tischkicker und Karten spielen, Darten und natürlich Kegeln. Oder einfach nur in einer geselligen Runde den Abend ausklingen lassen.


 

Die Sportfreunde des Schöndorfer Sportverein 1949 Weimar e.V. gratulieren Peter Serafin zu seinem 60. Geburtstag am 03. Januar 2021.

 

Seit 1971 ist Peter ohne Unterbrechung Mitglied in unserem Verein und seitdem dem Kegelsport verfallen. Als Mannschaftskapitän, Kinder- und Jugendtrainer, Abteilungsleiter und Vorstandsmitglied hat er den Kegelsport in unserem Verein maßgeblich mit geprägt. Seine sportlichen Leistungen führten ihn als Jugendlicher in der Bezirksliga. Er konnte mehrfach den Kreismeistertitel erkämpfen und hat so manches Turnier gewonnen. Mit dem eigenen Verein schaffte er im Jahr 2002 den Aufstieg in die 2. Landesliga und kegelte somit im Bundesvergleich in der 4. Liga. Weiterhin spielte er von 2006 – 2011 in Thüringens höchster Verbandsliga als Gastkegler beim SV Schwarz-Gelb Mühlhausen. Selbst als Fußballer war Peter in unserem Verein gefragt, er stand mehrfach bei den Alten Herren im Tor!

 

Besonders verdient gemacht hat er sich jedoch mit der Wahl als Vorstandsmitglied des neu gegründeten Kreisvereins Kegeln Weimar im Jahr 1992. Bereits seit über 30 Jahren ist er ununterbrochen Sportwart des Fachverbandes Kegeln in Weimar. In dieser Funktion hat er den Kegelsport im Territorium in und um Weimar organisiert. Unser Kreisverein ist im Thüringer Keglerverband gut etabliert, auch hier und im Kreisverein ist er als Staffelleiter tätig. Die Organisation des gesamten Wettkampfbetriebes, der Kreispokalwettbewerbe, der Einzelmeisterschaften und so manches Traditionsturnier steht unter seiner organisatorischen Leitung. Auch über die Stadt- und ehemalige Landkreisgrenze hinaus ist sein Engagement sehr geschätzt, sodass mehrere Vereine aus anderen Kreisvereinen in unseren Kreisverein gewechselt haben, um anspruchsvolle  Kegelwettkämpfe bestreiten zu können. Über 15 Vereine mit nahezu 50 Mannschaften betreut er als Kreissportwart. Peter Serafin ist ein verlässlicher und loyaler Sportsmann, der fast seine gesamte Freizeit dem Kegelsport gewidmet hat und hoffentlich dem Kegelsport viele weitere Jahre treu bleiben wird. Umso mehr schmerzt in der heutigen Zeit die verordnete Zwangspause. Wir hoffen gemeinsam mit Peter, dass bald die Kugeln wieder rollen dürfen.

 

Lieber Peter, von ganzen Herzen die besten Grüße zum Geburtstag, beste Gesundheit und Wohlergehen sollen Dich stets begleiten!

 

Die Sportfreunde vom Waldsportplatz


Liebe Vereinsmitglieder, Freunde und Sponsoren des Schöndorfer Sportvereins,


ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende. Nach einem anfänglich guten Start wurde man aus den Träumen gerissen. Es veränderte sich für uns alle die Lebenssituation und es dominiert unser Leben nur ein Thema. Jeder von uns kann dazu seine ganz persönliche eigene Meinung haben. Als Vorstand haben wir uns stets sensibel mit der Situation auseinandergesetzt und möchten Euch versichern, dass auch uns die einschränkenden Maßnahmen mehr als schmerzlich sind. Wir vermissen die Gespräche, die sportlichen Vergleiche oder einfach das gemütliche Zusammensein. Es ist schade, dass wir über den Jahreswechsel nicht in gemeinsamer Runde mit Familie, Freunden oder Kollegen die Zeit verbringen dürfen.


Allen Sportfreunden und Ihren Familien wünschen wir Gesundheit. Keinem soll das Schicksal treffen, schwer krank zu werden oder sich um die Liebsten große Sorgen machen zu müssen!  Kommt bitte alle gut durch die schwierige Zeit.


Wir geben unseren Optimismus nicht auf, dass wir uns bald gesund wiedersehen und eine neue gute Zeit erleben.  


Beste Grüße
Euer/Ihr
Holger Enders






Jubiläumswochenende 30.08.-01.09.2019